03.21.07

Alkohol

Posted in Der kleine Unterschied at 04:32 von admin

Alkohol gibt es hier nur in sogenannten “Bottle-Shops”. Ausserhalb dieser hat man keine Chance, an Alkohol zum Mitnehmen zu kommen. - Anders als in Deutschland, wo es Alk buchstaeblich an jeder Tanke gibt.

Da…

Posted in Allgemein at 04:29 von admin

…bin ich wieder! Hallo Leute! Das letzte Mal richtig “content” geliefert habe ich, wenn ich das richtig sehe, am Samstag - so langsam wird es also mal wieder Zeit.
Wie ich bereits angekuendigt habe, war ja DIE Attraktion hier in Sydney der Geburtstag der Harbour-Bridge am letzten Sonntag. Und es kam ungefaehr so, wie ich es geahnt hatte. Der ganze Geburtstag geriet zu einem regelrechten Volksfest. Die Bruecke war ja den ganzen Tag fuer Fahrzeuge aller Art gesperrt und fuer Fussgaenger freigegeben. Als ich heruebergelaufen bin, so um 4 Uhr nachmittags, war die ganze ca. 1,5 Kilometer lange Bruecke voll mit Menschen. Und da jeder Teilnehmer ein intensiv hellgruenes Baseball-Cap von den Veranstaltern geschenkt bekam, erstrahlte die ganze Bruecke in einem einmaligen hellgruenen Farbrausch. Die Teilnehmerzahl wurde von Zeitungen spaeter auf ca. 200.000 geschaetzt, die, mit anderen Worten, in der Zeit von 4 Uhr morgens bis 11 Uhr abends die Bruecke ueberquert haben. Und obwohl das ganze ein riesieger Volksauflauf war, war es schon irgendwie ein erhebendes Gefuehl, ueber die Bruecke und die angrenzenden, ebenfalls gesperrten Strassen zu marschieren, mittendurch durch Spaliere riesieger Buerogebauede, die mich immer noch faszienieren und seine Fuesse dahin zu setzen, wo normalerweise kein Mensch gehen kann. Wie auch immer, Photos folgen auf jeden Fall!

Vorgestern habe ich mir einen Schirm gekauft, denn so ganz allmaehlich beginnt die Regensaison hier in Sydney. Die regnerischen Tage haeufen sich. Gluecklicherweise ist es immer noch ziemlich warm. Ich kann mich gar nicht entscheiden, was schlimmer ist. Die hohen Temperaturen, wenn es richtig sonnig ist, oder die nassen Klamotten und Fuesse, wenn es schuettet. Und das tut es! Wenn es hier mal regnet, dann richtig. Ich habe mich schlussendlich aber dafuer entschieden, dass immer das aktuelle Wetter das schlimmste ist. Ist irgendwie bequemer und man muss nicht so viel ueberlegen.

Noch ein Themenwechsel, aber nur kurz, weil ich jetzt zum Unterricht muss. Am Samstag sind hier in New South Wales (NSW), dem Bundesstaat, dessen Haupstadt Sydney ist (am Rande: Canberra liegt auch in NSW, ist aber nur Hauptstadt von ganz Australien, nicht auch von seinem Bundesstaat), Wahlen. So, langer und komplizierter Satz - bitte nochmal lesen und Verstaendnis sicherstellen. - Danke. Was ist daran interessant? Interessant ist, dass es kaum Wahlwerbung auf den Strassen gibt. Man sieht hin und wieder mal ein kleines voellig phantasieloses Plakaetchen mit der Visage des jeweiligen Politikers darauf (uebrigens ganz unabhaengig von der Partei) - und das war es. Keine grossformatigen, aufretuschierten Politikerschoenheiten, keine markigen Sprueche, keine vielversprechenden Photos - buchstabelich nix!
Vielleicht liegt das daran, dass hier Wahlpflicht herrscht und deshalb dieser Faktor aus der Waehlermotivation schon einmal herausfaellt. Aber selbst unter diesen schwierigeren Umstaenden wundert mich doch sehr, dass die Parteien zumindest auf der Strasse nicht mehr tun.
Denn dass sie mehr tun koennten, beweisen sie Tag fuer Tag im Fernsehen. Die Glotze quillt geradezu ueber vor Werbespots zur Wahl. Komischerweise gibt es nur zwei Parteien, die ueberhaupt werben. Die Liberalen und die Labour-Partei. Ob’s keine weiteren gibt?? Keine Ahnung. Die Machart der Spots ist auch ganz anders als in Deutschland, wo ja im Fernsehen oder im Radio ohnehin kaum fuer Wahlen geworben wird. Hier in Australien wird nicht auf die Staerke der eigenen Partei verwiesen, oder eine bestimmte Person der eigenen Partei gefeatured. Ganz im Gegenteil. Der Name der Partei, die den Werbespot beauftragt hat (und damit wahrscheinlich auch bezahlt) taucht in den Spots sogar gar nicht auf - kein Scherz. Ganz zum Schluss muss offensichtlich einmal kurz angegeben werden, welche Partei fuer den Spot verantwortlich ist, und dies ist dann tatsaechlich auch die einzige Gelgenheit, zu der man in Bruchteilen von Sekunden einem in Kleinstschrift auf dem Bildschirm erscheinenden Hinweis entnehmen kann, welcher Partei der gerade gesendete Werbespot zuzuordnen ist. Der Schwerpunkt der Spots liegt aber auf dem Heruntermachen des unliebsamen Kandidaten der Gegenpartei. Dessen (natuerlich boesen) Absichten werden praesentiert und dann mit der unausweichlichen Frage, “Wollen Sie das wirklich?” beschlossen. Eine andere gern genommene Methode ist, einfach den Satz “Don’t vote Labor!” moeglichst oft zu wiederholen, unterbrochen jeweils nur von einigen Photos von Kandidaten und parallel dazu der muendlichen Darstellung ihrer Versagen.
Auch die Zeitungen lassen sich zu mehr oder minder eindeutigen Wahlaussagen hinreissen. Die politische Kultur ist hier offensichtlich eine andere, als bei uns.

Ich habe gerade uebrigens erfahren, dass mein flickr-Link gar nicht funktionierte. Da haettet Ihr mich ja auch mal drauf hinweisen koennen! INTERESSIERT DAS HIER UEBERHAUPT JEMANDEN!?!?! :-)

Schulisch habe ich diese Woche die erste Woche in dem von mir bereits kurz erwaehnten IELTS-Kurs. Der ist schon besser als die bisherigen Sachen. Er ist zielorientierter und fokussierter auf bestimmte Probleme (irgendwie logisch - auf das moeglichst gute Beantworten der Frageschemata des Examens natuerlich). Die anderen Teilnehmer im Kurs haben zwar teilweise von Englisch genau so wenig Ahnung wie die anderen aus den vorherigen Kursen, aber zumindest haben wir jetzt regelmaessig viel Hausaufgaben auf und man kann, dank der Themenbezogenheit - es geht eben um den IELTS-Test - auch unabhaengig von der Gruppe viel mehr selber machen und somit seinen Lernerfolg auch staerker selber beeinflussen. Insgesamt bin ich noch nicht 100 pro zufrieden, es ist aber bis jetzt das Beste hier.

Also Kollegen, bis dahin! Ich melde mich wieder.

03.17.07

Zoo

Posted in Allgemein at 06:48 von admin

Moin zusammen! Fleissige Leser werden sicherlich schon bemerkt haben, dass ich so nach und nach weitere Photos hochlade. Immer wenn ich mal in der Stadt bin und/oder an einem halbwegs vertrauenswuerdig aussehenden Internetcafe vorbeikomme, lege ich eine kleine Pause ein und lade weitere Photos hoch.

So, was war heute? Heute war ich zusammen mit einem Kumpel von der Schule im Taronga-Zoo in Sydneys Norden. Dabei bin ich das erste mal ueberhaupt in den Norden gekommen. Man muss sich das so vorstellen, dass die innere Innenstadt von Sydney nach Norden ganz und zum Westen hin groesstenteils von Meeresauslaeufern begrenzt wird. Im Osten wartet auch irgendwann das Meer, aber man kann dann schon nicht mehr wirklich von Innenstadt sprechen. Nach Sueden hin ist sogar noch wesentlich mehr Spielraum, bevor dann irgendwann eine natuerliche Grenze folgt.
So sind wir also mit einer Faehre vom Cirqular Key (das Touristenzentrum - Ihr erinnert Euch) direkt bis zum Zoo gefahren, der hat naemlich seine eigene Anlegestelle. Der Zoo selber ist ziemlich genau so, wie Zoos nunmal sind. Voller Tiere, die alle ganz nett anzuschauen sind, aber irgendwie nicht so wirklich spannend. Na ja, ein paar tolle Photos habe ich trotzdem gemacht. Hochladen folgt! Viel spannender war, dass es gerade heute das erste mal seit ich hier bin so richtig geregnet hat. Und da es sich nunmal beim Taronga-Zoo nicht um den Allwetterzoo Muenster handelt, sind wir natuerlich auch ordentlich nass geworden. Aufgrund der angenehmen Temperaturen war es zwar nass und ziemlich windig, gleichzeitig aber so warm, dass die Naesse nicht wirklich gestoert hat und ich inzwischen auch schon wieder trocken bin. Dies ist ein Grund fuer die nachhaltige Faszination, die das Wetter hier (immer noch) auf mich ausuebt. Es ist dann temperaturmaessig am angenehmsten, wenn es ordentlich bedeckt und windig, vielleicht sogar regnerisch ist. Sobald der Himmel blau und es sonnig ist, ist es schon fast unertraeglich warm. Nach einem Kilometer Fussmarsch beginnt das Schwitzen.
Gut, aufgrund des doch starken Regens kam ich dann immerhin in den Genuss, in einem Unterstand einige doch interessante Fakten ueber die Tierwelt nachlesen zu koennen. Wusstet Ihr, dass der Falke mit gemessenen 320 km/h Hoechstgeschwindigkeit das schnellste Tier der Welt ist (jupp, weiss man!)? Oder das Salzwasserkrokodil sieben Meter lang und eine Tonne schwer werden kann und dann auch gerne mal Riesenbueffel reisst, die genau so viel wiegen?

Ok, soviel dazu. Bereits morgen werde ich allerdings wieder meine Fuesse auf die Nordseite Sydneys setzen. Morgen steht naemlich anlaesslich des 75sten Geburtstages der Harbour-Bridge ein Marsch ueber selbige an. Die Bruecke wird den ganzen Tag gesperrt (Verkehrschaos schienbar vorprogrammiert - aber jeder weiss das seit Wochen) und von Fussgaengern bevoelkert. Mann musste sich dafuer im Netz registrieren und eine Ueberquerungszeit angeben. Meine ist zwischen 5 und 5.30 Uhr (natuerlich Nachmittags).

Bevor ich mich jetzt wieder auf den Heimweg mache - das Wetter sieht immer noch instabil aus - lade ich Euch noch ein paar weitere Photos hoch. Also, bis demnaechst!

03.16.07

Update

Posted in Allgemein at 00:23 von admin

Tag allerseits! Da ich leider nur noch 10 Minuten Zeit habe, bevor mein Guthaben in meinem Internetcafe ablaeuft, fasse ich mich kurz.
Ich habe mir heute einen flickr-Account eingerichtet und fange jetzt an, sukzessive meine Photos hochzuladen. Begonnen habe ich jetzt erstmal mit Dubai, da ich chronologisch vorgehen moechte. Die Adresse lautet http://www.flickr.com/photos/7334515@N05/. Natuerlich ohne den Punkt am Ende… Also erstmal viel Spass dabei!

Es gibt ansonsten sowieso nicht sonderlich viel Neues zu berichten, lediglich kleinere Anekdoten. Erinnert mich doch daran, dass ich was ueber Darling Point und Double Bay schreiben wollte, zwei der wohl teuersten Wohngegenden in Sydney, durch die ich mehr zufaellig als absichtlich gestromert bin. Dazu gibt’s natuerlich dann auch Photos…
Bis dahin!

03.13.07

Wochenende and stuff

Posted in Allgemein at 07:01 von admin

Moin Leute, da bin ich wieder! Am Samstag stand ein Trip in die “Blue Mountains” auf dem Programm. Das ist weniger ein Gebirge als vielmehr eine gigantische Riesenansammlung von Eukalyptusbauemen. Unromantisch formuliert also eigentlich ein Wald. Der Name kommt uebrigens daher, weil der Wald wegen eben seiner enormen Bestaende an Eukalyptusbaeumen je nach Wetterlage aus der Ferne ziemlich blau aussieht (bzw. aussehen soll). Konnte ich jetzt so nicht ganz feststellen, aber so ist es nunmal. Anyway, schoen war es trotzdem. Besonders cool (im wahrsten Sinne) war es festzustellen, dass die Lufttemperatur unter freiem Himmel bei blendendem Sonnenschein durchaus gerne mal geschaetzte gut 10 Grad hoeher sein kann, als dann 50 Meter weiter in einem feuchten schattigen Riesen(regen)wald. Und obwohl Sydney im Vergleich zu anderen Megagrossstaedten in Sachen Luftreinheit sicherlich ziemlich gut abschneiden duerfte, merkt man dann doch den Unterschied zwischen Grossstadt und freier Natur. Wenn ich wiederkomme, lasse ich mir erstmal ein T-Shirt drucken: “Congratulations, you have been sucessfully feinstaubt!” Oder: “I don’t smoke - I prefer Feinstaub.”
Dafuer dass die Luft schoen klar war, habe ich mir aber (sozusagen im Gegenzug) einen Mega-Sonnenbrand geholt. Letztes Jahr in Tunesien war es durchaus nicht weniger sonnig (sogar noch wesentlich laenger am Stueck - hier aendert sich das Wetter erstaunlicherweise ja quasi jeden Tag) und die Temperaturen waren sogar noch hoeher, aber ich habe mir eigentlich keinen ernsten Sonnenbrand eingefangen - trotzdem ich mir keinen Sonnenschutz aufgetragen habe. Hier aber reicht ein Tag etwas laengerer Sonnenbestrahlung und ich habe zwei volle Tage einen ernsthaft schmerzenden und puterroten Nacken. Scheiss Ozonloch.
Klar, die obligatorischen Kaenguruhs (genauer: eine der zahlreichen Unterarten) konnten wir dann auch noch sehen und photographieren, so dass der Tag schliesslich doch gerettet war.

Am Sonntag war ich im “Powerhouse-Mueseum”, einem Museum fuer “applied design and Technology”. Das bedeutet nichts anderes, als dass dort Designobjekte (z.B. Stuehle oder Kleidung) und irgendwie technologiebezogene Objekte (z.B. Australiens 1. Eisenbahnlok oder der erste motorisierte Rasenmaeher) aus Australiens Geschichte ausgestellt werden. Und zwar nicht irgendwelche Phantasieprodukte, sondern Dinge, die es tatsaechlich gibt bzw. gegeben hat.
Wie man sich vorstellen kann, war das trotz der mit ca. 220 Jahren noch ziemlich jungen (weissen) australischen Geschichte ganz interessant und stellenweise beeindruckend. An einer Stelle konnte man einen Intelligenztest machen und dabei aus vier verschiedenen Kategorien waehlen. Probiert habe ich die Kategorie “numbers”, die die Faehigkeit zu logischem Denken und dem Umgang mit Zahlen testet und mit “average” abgeschnitten. Na ja…

War sonst noch was? Ach ja, ich habe mich dazu entschlossen, einen von der Sprachschule jetzt angebotenen IELTS-Vorbereitungskurs zu besuchen. Das Niveau der normalen, nicht auf irgendwelche Tests vorbereitenden Kurse ist ehrlich gesagt nicht gerade hoch und ich erhoffe mir davon eine Verbesserung. Die Probleme mit dem Englischsprechen bestehen fort. Speziell fuer (jemanden wie) mich, der im Deutschen im Zweifelsfall gerne mal die kompliziertere Formulierung waehlt, ist es stellenweise ernuechternd, wie limitierend eine Fremdsprache sein kann… Aber ich arbeite daran und bin guter Hoffnung! :-)

Themenwechsel: Hier in Sydney gibt es eine Firma namens “Westfield” (angeblich slovakischen Ursprungs). Die baut und betreibt Shopping-Malls (und fuer die Klugsch… unter Euch: Ja, sicherlich, die Firma wird es nicht nur in Sydney geben - danke ;-). Na jedenfalls stehen ueberall in Sydney riesige - eher: gigantische - Shopping-Malls herum. Gestern erst war ich wieder in einer von denen. Es ist _wirklich_ _kaum_ _zu_ _fassen_, wie gross die sind. So soll auch das groesste Shopping-Center der suedlichen Hemisphaere hier in Sydney sein - natuerlich von Westfield. Da werde ich bei Gelegenheit allein schon aus diesem Grund mal hinfahren.
Fuer alle von Euch, die sich jetzt Sorgen wegen der armen Einzelhaendler machen - ich kann Euch beruhigen. Ganz offensichtlich reichen die schieren Menschenmassen, die hier Tag fuer Tag durch die Stadt geschleust werden, vollkommen aus, um hunderte und aberhunderte auch der kleinsten und nischigsten Buden am Leben zu erhalten - auch ausserhalb der Shopping-Malls.
Apropos: Die Ausmasse von Sydney sind wirklich titanisch. Als wir mit einem Kleinbus in die Blue Mountains gefahren sind, hat es eine gute Stunde (!!!) gedauert, bis wir die letzten Suburbs von Sydney hinter uns gelassen hatten und sozusagen die Stadtgrenze passiert hatten. Und wir hatten keinen Stau und keine Pause und fuhren konstant 70-90 km/h.

So Leute, um es mit Arnd Zeigler zu sagen (Volker Pispers, die Kenner werden es bemerkt haben, hatte ich letztesmal): Und das muss fuer heute reichen!

03.10.07

Verkehr II.

Posted in Der kleine Unterschied at 22:59 von admin

Es ist Fahrraedern tatsaechlich erlaubt, auf Highways zu fahren. Sie muessen sich zwar links halten, duerfen aber am normalen Autobahnverkehr teilnehmen - wohingegen in Deutschland jeder Verkehrsteilnehmer, der Autobahnen benutzen moechte, eine “bauartbedingte” Mindestgeschwindigkeit von 60 Km/h erreichen koennen muss.

03.09.07

As time goes by

Posted in Allgemein at 01:06 von admin

Hallo Leute! Da bin ich also wieder. Was gibt’s Neues? Nun, gestern z.B. hatten wir von der Schule aus ein Kangoroo-Barbeque, quasi so etwas wie das australische Nationalgericht. Dank ihrer noch sehr jungen Kultur - Australien ist mit gut 200 Jahren westlicher Besiedlung sogar noch juenger als die USA - hatten die Aussies bisher wenig Chancen, einen eigenen kulturellen Boden zu entwickeln. _Wenn_ man von etwas ureigen australischem sprechen moechte, dann landet man sicherlich ziemlich bald beim “BBQ”. Der gemeine Australier wirft dann den “Barbie” an und belaedt ihn mit unmengen an Fleisch, vorzugsweise von brustkorbgrossen Ausmassen.
Gestern also hatte ich die Chance, an einem solchen Spektakel teilzunehmen. Und ich muss sagen, - ich bin positiv ueberrascht! Kaenguruhfleisch ist wirklich lecker! Es hat roh ungefaehr das Aussehen und die Form von Huehnerbrust oder Putenbrust, nur ist es wesentlich dunkler - die Farbe pendelt sich irgendwo zwischen bordeauxrot und braun ein. Gegrillt gleicht es dann eher einem Steak, es wird genau so zerfurcht an der Oberflaeche und wird auch so schwaerzlich angebrannt dunkel. Aber es schmeckt wirklich fantastisch! Zart und wuerzig und alles andere als langweilig. Kann man Kaenguruh eigentlich in Deutschland kaufen?? Es waere zumindest fuer den naechsten Restaurantausflug mal ein Geheimtip von mir.
Mein persoenliches Highlight war, als ich dem Grillchef fuer seine ganze Muehe ein Bier kaufen wollte und nichtsahnend in den naechsten Convenience-Store gerannt bin, nur um festzustellen, dass er kein Bier hatte. Daraufhin bin ich zu einem Lokal gegangen, das zwar Bier hatte, es aber nicht an Passanten verkaufen durfte. Ich musste mich nach 20-minuetiger Rummrennerei durch Sydneys Innenstadt erst mal darueber aufklaeren lassen, dass normale Geschaefte hier gar keinen Alkohol verkaufen duerfen, sondern dass man dafuer in extra “Bottle Shops” gehen muss. Ist aber auch nicht schlimm, denn bei Preisen von 5,50 Dollar (entspricht ca. 3,30 Euro) pro Flasche Pils will bestimmt sowieso keiner Bier haben…
Hinterher waren wir noch in einer Kneipe. Dort hat mich vor allem die Abfuellmethode der Softdrinks fasziniert. Die werden mit einer Art Gartenschlauch regelrecht in die Glaeser getankt, mit der zweiten Hand giesst der Barmann parallel dazu aus einer Schale Eiswuerfel in das Glas. Es ist schon erstaunlich, welchen Durchsatz die mit der Methode erreichen…

Was mein Englisch angeht, da schwankt meine Laune immer zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betruebt. Ich habe mir inzwischen relativ umfangreiches Uebungsmaterial fuer Vokabeln und Grammatik organisiert - und es ist wirklich erschreckend, wie wenig ich weiss, wenn ich die Uebungen abarbeite. Nein, ich mache jetzt nicht viele Fehler in den Uebungen, aber meine Antworten sind immer so… unbegruendet. Viel zu viel Gefuehl und viel zu wenig Wissen. Viel schlimmer aber ist noch, dass ich stellenweise wirkliche Probleme in Konversationen habe, besonders, wenn es kein typischer Smalltalk ist und ich auch nur ein wenig unter Druck stehe. Mir fallen immer so viele Gedanken und moegliche Formulierungen und schwierige Satzkonstruktionen auf einmal ein - auf Deutsch natuerlich, sonst haette ich ja kein Problem - dass mein Gehirn daraus nicht innerhalb von Bruchteilen von Sekunden ein vernuenftiges Englisch produzieren kann, vor allem, weil ich oft einfach drastische Vokabelluecken habe. Hinzu kommt, dass ich immer viel zu sehr an meine Grammatik denken muss, und zwar waehrend ich spreche. Das heisst, mein Mund brabbelt irgendwas und mein Kopf denkt schon wieder darueber nach, wo der grammatikalische Fehler in dem Satz gelegen hat und wie ich ihn noch korrigieren kann (am schwierigsten ist uebrigens der richtige Gebrauch des Konjunktivs). Das Ergebnis dieses ganzen Durcheinanders ist natuerlich - Ihr erratet es - ein ziemliches Ausdruckschaos. Na ja, soll wohl noch besser werden, hoffe ich…

Ach ja, weil die Frage aufkam: Nein, ich glaube nicht, dass man sich registrieren muss, nur um kommentieren zu koennen! Wenn ja, lasst es mich bitte wissen, dann versuche ich hier noch was an der Konfiguration zu aendern. Also, bis neulich!

03.05.07

Eine Woche Sydney

Posted in Allgemein at 03:00 von admin

Hallo Deutschland! Inzwischen ist die erste Woche Sydney so gut wie rum, vor ziemlich genau sieben Tagen bin ich hier am International Airport gelandet. Das Leben beginnt sich so langsam in geregelte Bahnen zu begeben, die Tagesabläufe beginnen sich zu ähneln. Obwohl sich das jetzt wahrscheinlich negativ anhöhrt, ist es keinesfalls so gemeint. Denn ich bin zwar morgens und an den meisten Nachmittagen normalerweise in der Schule und anschließend unterwegs in Sydney, aber hier gibt es - zumindest noch nach einer Woche - so viel zu sehen und entdecken, dass wirklich keine Langeweile aufkommt.

Die Innenstadt von Sidney, und damit meine ich wirklich nur den innersten Kern - Sydney ist angeblich flächenmäßig nach Mexico City die zweitgrößte Stadt der Welt - besteht aus mehreren sehr langen (schätzungsweise gut zwei Kilometer) parallel verlaufenden Straßen, die von der Hauptattraktion und gleichzeitig dem Ausgangspunkt für Touristenmärsche durch Sydney, dem “Darling Harbour”, den Fußgänger nach Süden führen. An diesen Straßen befinden sich sehr viele sehr hohe, aber dennoch schöne und architektonisch sehr stimmige Gebäude, die die zahllosen Shopping-Malls mit all den bekannten und großen Marken dieser Welt beheimaten. Überall gibt es zudem Fressbuden, oft sogar in regelrechten Anhäufungen in sogenannten “Food-Courts”, wo sich Fast-Food-Stand an Fast-Food-Stand reiht. Und weil Sydney so mulitkulturell ist, gibt es nicht nur “amerikanische” Fast-Food-Buden, teilweise von Marken, die man in Deutschland noch nie gehört hat, sondern auch viele aus anderen Kulturkreisen, insbesondere Asien. So kann es durchaus passieren, dass man die Straße runtergeht und in fast ununterbrochener Reihenfolge an einem Döner-Kebap-Stand, einem thailändischen Take-Away, dann einem “Hungry Jack’s” (Burger King in Australien) und schließlich nach einem koreanischen Restaurant an einem Subway vorbeikommt. Die Australier scheinen richtig Hunger zu haben…
Natürlich gibt es nicht nur Shopping-Center und Fressbuden, sondern auch einige Sehenswürdigkeiten. Abgesehen davon, dass die Stadtmit ihrer Architektur bereits eine Sehenswürdigkeit an sich ist, gibt es klassische Touristenmagneten wie den “The Rocks” genannten Bereich direkt am erwähnten Darling Harbour. Für mich vor allem erstaunlich ist, wie _sauber_ es dort immer ist. Hier ist es momentan noch Sommer und es drängen sich am Darling Harbour täglich sicherlich mehrere tausend Touristen, aber nirgends sieht man diese z.B. für Deutschland so typischen Kaugummifladden auf dem Boden kleben oder irgendwelches Papier rumliegen.
Auffällig ist auch, dass ich mich zwar hier in Sydneys Innenstadt unwillkürlich sehr sicher fühle (gleich von Anfang an), aber de facto nirgends und nie irgendein Polizist geschweige denn Polizeiwagen zu sehen ist. Entweder, die sind alle in Zivil unterwegs oder die Kriminalität zumindest im Herzen der Stadt ist nicht sehr ausgeprägt.

Ich selber wohne etwas außerhalb, in einem Suburb namens “Botany”, 40 Busminuten von der Innenstand entfernt. Ich habe das Wochenende genutzt und bin mal ein wenig in der Gegend herumgegangen. Genau wie die der Innenstadt finde ich auch die Architektur und die ganze Erscheinung der Suburbs sehr cool, obwohl diese typische flache, kleine aber trotzdem etwas verschwenderische Bauweise sich natürlich rein äußerlich gewaltig von der in der City unterscheidet. Genau wie die Stadt ihr ganz eigenes Flair hat, haben es auch die Suburbs. Es ist einfach faszinierend, diese Relaxtheit, dieser bräunliche Farbton der Gebäude, umgeben von Bäumen und Rasen (immer perfekt gepflegt - die Australier haben offenbar viel Zeit), die geruhsam parkenden Autos, die pfeifenden Vögel und diese Unaufgeregtheit. Allein das Aussehen der Straßenschilder und die Art und Weise der Beschilderung strahlen bereits eine Harmonie aus… Wenn der Mensch das ganze Jahr in der Hitze lebt - und Australien ist normalerweise relativ heiß - scheint er irgendwie langsamer und ruhiger zu ticken als z.B. der durchschnittliche Deutsche.

Überhaupt, die Beschilderung: Die Straßenbeschilderung kann ich nicht beurteilen (fahren tut der Busfahrer für mich :-), aber die sonstige Beschilderung ist wirklich cool. Australien ist momentan (vielleicht schon länger?) in einem ziemlichen “Save-the-planet”-Hype. Auf nahezu jedem Mülleimer klebt ein Aufkleber, der einen darauf aufmerksam machen möchte, dass man darauf achten sollte, was man wegwirft und wie viel man wegwirft. An wirklich vielen Häusern hängt ein “Rainwater-in-use”-Schild, dass darauf aufmerksam macht, dass dieses Haus Regenwasser verwendet (irgendwie ironisch, wenn man bedenkt, dass es hier in den letzten fünf Monaten fast gar nicht und auch sonst nicht viel regnet…). Offensichtlich schaffen es die Aussies aber desto mehr Regenwasser zu benutzen, je weniger Regen fällt. Andere Schilder weisen darauf hin, Wasser zu sparen. Ein Auswuchs dieser Bemühungen ist übrigens, dass die Waschmaschinen typischerweise mit kaltem Wasser laufen, was ich persönlich irgendwie ekelhaft finde. Mal sehen, ob meine Wäsche sauber wird. Sonst werde ich mir was einfallen lassen müssen. Im Fernsehen laufen oft lange Sendungen zum Thema Erderwärmung und Energieverschwendung. Der letzte Schrei war übrigens, was man auch in Deutschland mitbekommen haben dürfte, dass die Aussies die normalen Glühbirnen verbieten wollen und ab zweitausendsoundso nur noch Energiesparlampen verkaufen wollen. All das, um Wasser und Energie zu sparen.
Auf der anderen Seite hat jeder noch so kleine Raum (!!) seine eigene Klimaanlage, die erstmal muter drauf los läuft, man kann ja das Fenster zum Aufwärmen immer noch aufmachen oder die Anlage bei Bedarf abschalten (In Australien ist es typischerweise, anders als in Deutschland, in den Gebäuden kühler als draußen) und verbleites Benzin ist immer noch zu bekommen. Hat das jetzt noch irgendwas mit Schildern zu tun? Na ja, egal. Interessant ist es trotzdem.

Ok, Leute, das soll für heute erstmal reichen, ich habe keinen Bock mehr zu tippen. Details zum Wetter, dem öffentlichen Transportsystem und der Art und Weise der Menschen dann später! Inziwschen habe ich, nebenbei bemerkt, ein Internetcafé entdeckt, wo ich meinen Laptop anschließen kann (deshalb in diesem Text auch Umlaute und das scharfe s (”ß”) - Jaha! Da staunt Ihr, was?) - so dass es vielleicht bald auch Photos geben wird! Irgendwie bin ich mir da aber noch nicht so ganz sicher, denn die Übertragungsrate hier scheint zum Gotterbarmen zu sein… Aber das ist ein anderes Thema.

03.02.07

Die ersten Tage

Posted in Allgemein at 02:12 von admin

So, nach etwas laengerer Sendepause hier also die neuesten News. Ich bin gut in Sydney angekommen und von meiner Gastfamilie gut aufgenommen worden. Ich wohne bei einer alleinstehenden Mutter mit zwei kleinen Kindern, Nathan und Chloe, 3 und 7 Jahre alt. Ich habe im Garten des Hauses sozusagen mein eigenes kleines Haueschen mit einem grossen Zimmer und einem kleinen Bad. Ideale Bedingungen also, um einerseits gut am Familienleben teilnehmen zu koennen - wozu ich aber so recht nie komme - und andererseits doch ein wenig seine Ruhe zum Waschen und Schlafen zu haben.
Warum komme ich dazu nicht? Nun, die Schule beginnt morgens um 8.30 Uhr, die Busfahrt von zu Hause dorthin dauert ca. 40 Minuten. Der Unterricht geht in der Regel bis 16.00 Uhr nachmittags und anschliessend gibt es immer noch ein Freizeitprogrammangebot der Schule, an dem ich normalerweise teilnehme (heute ist beispielsweise Soccer angesagt). So komme ich abends erst ziemlich spaet, so gegen 8 oder 9 Uhr heim, so dass zum gemeinsamen “Familienleben” so recht gar keine Zeit bleibt.
Zum Surfen im Netz (und damit auch zum Pflegen dieses meines Blogs) komme ich leider auch kaum. Einerseits aus Zeitmangel und andererseits, weil ich schlicht nicht die Moeglichkeit habe. Die Schule ist nur begrenzt lange geoeffnet und der Computerpool staendig ueberfuellt. Entsprechend ueberlastet ist die Internetverbindung, so dass Surfen keinen wirklichen Spass macht. Bei meiner Gastfamilie habe ich keinen Internetzugang, den muss ich mir erst noch organisieren - vorausgesetzt, ich durchschaue, wie das hier so laueft…
Der Unterricht an der Schule ist im Prinzip relativ gut, was bedeutet, dass die Unterrichtsmaterialien und die Inhalte interessant, spannend und relevant sind (wir sprechen z.B. momentan ueber die “global warming”). Leider erscheint er mir, ohne grosskotzig wirken zu wollen, manchmal aber als etwas einfach. Na ja, aber die Tatsache, dass ich mich auf die Stunden freue ist doch eigentlich ein gutes Zeichen. Es ist uebrigens erstaunlich, wie viele Deutsche hier sind. Obwohl natuerlich die Schuelerschaft international besetzt ist, sind sie doch erstaunlich zahlreich. Nett zum Chat zwischendurch, aber eigentlich fuer die Sprachentwicklung kontraproduktiv. Bei weitem am interessantesten und gleichzeitig auch am nuetzlichsten fuer den Lernerfolg sind daher auch (zumindest fuer mich) die Gespraeche mit den Schuelern aus fremden Laendern oder gar Kulturkreisen wie z.B. Asien. Es ist interessanterweise auffaellig, wie sehr von einem gewissen Abstraktionsniveau betrachtet die Kulturen sich doch aehneln, obwohl sie sich im Detail natuerlich stellenweise durchaus stark unterscheiden. Also abgesehen davon, dass der Unterricht durchaus etwas more demanding sein koennte, sind diese ganzen schulbezogenen Dinge alle schon ziemlich gut.

Sydney als Stadt gefaellt mir gluecklicherweise auch - zumindest jetzt noch, nach drei Tagen. Keine Ahnung, wie das in 5 Monaten aussehen wird, aber bis jetzt bin ich wirklich von der Stadt begeistert. Das Wetter tut sein uebriges, es sind jeden Tag so um die 20-25 Grad bei leicht bedecktem Himmel (heute ist es allerdings sonnig und auch waermer), so dass man in kurzer Garderobe ohne zu schwitzen oder gar zu frieren auf der Suche nach der naechsten Sehenswuerdigkeit durch die Innenstadt streifen kann.

Zur Stadt mehr Infos und Eindruecke sowie vielleicht ein paar Photos, wenn ich irgendwann einmal einen eigenen Internetzugang zu Hause haben werde, gibt es dann spaeter - der Unterricht ruft!

02.27.07

Sirenen

Posted in Allgemein at 04:18 von admin

Die Sirenen der Krankenwagen klingen wie im Hollywoodfilm - und nicht wie das deutsche Martinshorn.

Project-Id-Version: WordPress 2.0 POT-Creation-Date: 2006-01-03 09:54+0200 PO-Revision-Date: 2007-01-28 17:41+0100 Last-Translator: Annette Foelske-Schmitz Language-Team: WordPress.de MIME-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=UTF-8 Content-Transfer-Encoding: 8bit Plural-Forms: nplurals=2; plural=n != 1; « Previous entries Project-Id-Version: WordPress 2.0 POT-Creation-Date: 2006-01-03 09:54+0200 PO-Revision-Date: 2007-01-28 17:41+0100 Last-Translator: Annette Foelske-Schmitz Language-Team: WordPress.de MIME-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=UTF-8 Content-Transfer-Encoding: 8bit Plural-Forms: nplurals=2; plural=n != 1; · Project-Id-Version: WordPress 2.0 POT-Creation-Date: 2006-01-03 09:54+0200 PO-Revision-Date: 2007-01-28 17:41+0100 Last-Translator: Annette Foelske-Schmitz Language-Team: WordPress.de MIME-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=UTF-8 Content-Transfer-Encoding: 8bit Plural-Forms: nplurals=2; plural=n != 1; Next entries »Project-Id-Version: WordPress 2.0 POT-Creation-Date: 2006-01-03 09:54+0200 PO-Revision-Date: 2007-01-28 17:41+0100 Last-Translator: Annette Foelske-Schmitz Language-Team: WordPress.de MIME-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=UTF-8 Content-Transfer-Encoding: 8bit Plural-Forms: nplurals=2; plural=n != 1;